Schulthess-Gartenpreis 2007 Alpengarten «Flore-Alpe» in Champex ausgezeichnet

25.04.2007
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| Mit dem Schulthess-Gartenpreis 2007 würdigt der Schweizer Heimatschutz den Alpengarten « Flore-Alpe » in Champex VS, eine in den Schweizer Alpen einzigartige Anlage
Copyright: Hansjörg Gadient, Zürich
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| Auf rund 10'000 Quadratmetern finden sich mehr als 3'000 Pflanzenarten. « Flore Alpe » gehört damit zu den reichhaltigsten Alpengärten der Alpen.
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Der Schweizer Heimatschutz zeichnet mit dem Schulthess-Gartenpreis 2007 den Alpengarten Flore Alpe in Champex VS aus. Seit 82 Jahren wird diese aussergewöhnliche Anlage mit grosser Konstanz gepflegt. 1925 als privater Garten angelegt, hat sich Flore-Alpe im Laufe der Zeit zu einem botanischen Kunstwerk entwickelt. Diese Verbindung von Gartengestaltung und Wissenschaft schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Auf 10'000 Quadratmetern finden sich 3000 verschiedene Pflanzenarten aus den Alpen und anderen Gebirgen.
Der Schulthess-Gartenpreis 2007 steht im Zeichen der Alpengärten. Damit macht der Schweizer Heimatschutz auf dieses für die Schweiz typische, aber in der breiten Öffentlichkeit wenig präsente Kulturgut aufmerksam. Alpengärten sind Zeugen der im 18. Jh. und 19. Jh. aufkommenden Begeisterung für die alpine Landschaft und der beginnenden wissenschaftlichen Erforschung der Alpen. Flore Alpe, auf 1520 Metern in Champex (Gemeinde Orsières VS) gelegen, ist unter den Alpengärten eine ganz besondere, einzigartige Anlage. 1925 durch den Industriellen Jean-Marcel Aubert angelegt, stammt die heutige Ausdehnung aus dem Jahr 1953. Seit 1967 ist die Anlage im Besitz der Fondation Jean-Marcel Aubert. In der Stiftung vertreten sind die Kantone Wallis und Neuenburg und die Stadt Genf. Der Garten ist im Sommerhalbjahr jeden Tag für Besucher geöffnet.
Pflanzen aus fünf Kontinenten Verschlungene Pfade führen über Brücken und vorbei an zahlreichen Felspartien, kleinen Bächen und Seen durch den Garten. Bänke laden zum verweilen ein und eröffnen einen wunderbaren Blick auf den Lac de Champex und die Bergwelt. Auf rund 6000 Quadratmeter Felsen und anderen natürlichen Standorten wie Feuchtgebieten und Magerweisen werden mehr als 3000 Pflanzenarten aus den Alpen und anderen Gebirgen präsentiert. Flore Alpe ist damit einer der reichhaltigsten Alpengärten der Alpen. Spezialsammlungen, zum Beispiel von Alpenrosen, Primeln oder Steinbrechen erhöhen den botanischen Wert des Gartens. Ein besonderer Bereich ist den geschützten Pflanzen der Schweiz gewidmet. Diese Verbindung aus Wissenschaft und Privatgarten macht den besonderen Charme der Anlage aus und verschafft Flore-Alpe seine spezielle Atmosphäre. Interessierte Besucherinnen und Besucher können sich auf verschiedenen Schildern oder auf geführten Besichtigungen über die Pflanzen und ihre Besonderheiten informieren. Weiter verfügt der Garten über zwei historische Chalets, die als Gruppenunterkunft und für didaktische Zwecke genutzt werden können.
Vielseitig engagierte Stiftung Das grosse Verdienst der Fondation Jean- Marcel Aubert ist es, den Garten seit 40 Jahren zu pflegen. Jahrzehnte lang hat der Gärtner Egidio Anchisi für die Anlage gesorgt und mit dieser Konstanz zu deren Erhalt und heutiger Gestaltung beigetragen. Dieses Engagement ist umso höher zu gewichten, als die finanziellen Mittel der Stiftung gering sind und sich der Garten in einer zwar sehr schönen, aber eher wenig frequentierten Region befindet. Neben der eigentlichen Pflege des Gartens ist die Stiftung auch in der Forschung aktiv, insbesondere im Zusammenhang mit den Auswirkungen veränderter Klimabedingungen auf die alpinen Pflanzengesellschaften. In diesem Zusammenhang ist die Sensibilisierung einer breiten Öffentlichkeit für die Gefährdung alpiner Ökosysteme ein weiteres, erwähnenswertes Ziel der Stiftung.
Rückfragen: Schweizer Heimatschutz, Monika Suter (d) / Alexandra Lovey (f), 044 254 57 00

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